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Auch hier finden Sie hier kein
konkretes Rezept. Warum? Weil Federweißer (synonym Rauscher, neuer Wein,
junger Wein, Sturm) nichts anderes ist als noch gärender Rot- oder
Weißwein. Wenn Sie also einen Traubenwein herstellen können Sie sich
einfach ein paar kräftige Schluck abzapfen und frisch genießen. Wundern
Sie sich nicht: Federweißer von gerbstoffreichen Rotweinen (wie zum
Beispiel Dornfelder) kann gewöhnungsbedürftig und eher untypisch
schmecken, denn dem Tannin fehlt noch jegliche Reife. Wer einen Weinansatz
komplett als jungen Wein verbrauchen möchte braucht Gärstrockungen
nicht vorzubeugen, sprich das Hefennährsalz kann weggelassen werden.
Sicherheitshalber sollte man aber trotzdem eine Reinzuchthefe verwenden.
Da sich der junge Wein noch in der Gärung
befindet entsteht Kohlendioxid. Das ist der Grund, warum Federweißer
niemals in verschlossenen Behältern transportiert oder verkauft wird, denn
der dabei entstehenden Druck kann selbst Flaschen zum Bersten bringen.
Ist der vorhandene Zucker komplett
vergoren, so schmeckt der junge Wein oft unangenehm fade, herb und sauer. Der Alkoholgehalt hängt von ursprünglich vorhandenen
Zucker ab und dürfte sich Bereich von 8-12% bewegen. Dann setzt sich die
Hefe ab, die spritzige Kohlensäure entweicht. Dieser Fehler ist einfach zu beheben:
Geben Sie ein kurz vor dem Genuss etwas Zucker dazu, je nach
Geschmack etwa 10-20 g pro Liter. Ist die Hefe noch nicht zu alt wird die
Gärung schnell wieder einsetzten, und sie haben im Handumdrehen wieder
einen frischen und spritzigen jungen Wein.
© Dr. Andreas Kranz
2009
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